| Mechanisms initiating deep convection over complex terrain during COPS (2008) | |||||||||||
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Abstract | |||||||||||
| In dieser Arbeit wird hochreichende Konvektion in einer Mittelgebirgsregion untersucht, die durch Prozesse in der Grenzschicht und in der mittleren und oberen Troposphäre ausgelöst wird. Die Daten stammen aus der COPS-Messkampagne (Convective and Orographically-induced Precipitation Study), die im Sommer 2007 in Südwestdeutschland und Ostfrankreich durchgeführt wurde. Bei der Bildung konvektiver Niederschläge können grob drei Antriebsmechanismen unterschieden werden: (i) Erwärmung der Erdoberfl¨ache und bodennahe Massenkonvergenz, (ii) Erwärmung der Erdoberfläche mit ausreichendem Feuchteangebot in der Grenzschicht zur U¨ berwindung der Konvektionsunterdrückung bei potentieller und/oder latenter Instabilität und (iii) Hebungsvorgänge in der mittleren Troposphäre aufgrund von Divergenz und Luftmassen- bzw. Vorticityadvektion. Ausgewählte COPS-Fälle werden anhand dieser konzeptionellen Einteilung untersucht, um diejenigen Prozesse zu identifizieren, die in Wettervorhersagemodellen für eine verbesserte quantitative Niederschlagsvorhersage adäquat repräsentiert sein müssen. Trotz der zusammenfassenden Verwendung von Daten nur ausgesuchter Messsysteme (vor allem Radiosonden, meteorologischen Bodenstationen, Radar und Satellit) wird in dieser Arbeit gezeigt, dass die konvektiven Systeme durch die Messungen sehr detailliert erfasst wurden. Durch den Nachweis von Konvergenzlinien in Radardaten bereits Stunden vor der Konvektionsauslösung wird gezeigt, dass deren Existenz und Lage entscheidende Bedeutung zukommt. Dies kann bei geeigneten Beobachtungen die Kurzfristvorhersage erleichtern. Im Falle der Advektion labiler Luftmassen über komplexem Gelände ist die Vorhersage der Konvektionsauslösung deutlich erschwert. Die Passage einer frontähnlichen Struktur über Vogesen, Rheingraben und Schwarzwald ging mit Konvektionsunterdrückung über dem vergleichsweise breiten Rheingraben einher. Weiter stromab über dem Schwarzwald wurde Konvektionsverst ärkung durch differentielle Bodenerwärmung, eine Konvergenzlinie und die durch eine Böenfront verursachte Strömung beobachtet. | |||||||||||
Details der Publikation | |||||||||||
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